DRPR mahnt „Beyond Fluorid“ und Agentur „Publishing Group“

Berlin, 24.07.2026 Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat nach eingehender Prüfung eine
Mahnung gegen die Initiative „Beyond Fluorid“ sowie gegen die sie betreuende Münchner
PR-Agentur Publishing Group ausgesprochen. Grund hierfür sind Verstöße gegen die
grundlegenden Prinzipien der Absendertransparenz und Professionalität des Deutschen
Kommunikationskodex.

Die Initiative „Beyond Fluorid“ versteht sich laut Eigendarstellung als Plattform für eine
offene wissenschaftliche Diskussion über Fluoridexposition und Kariesprävention. Nach
Auffassung des Rates ist diese anfängliche Positionierung als neutrale
Aufklärungsplattform jedoch zweifelhaft. Kritisiert wird insbesondere, dass die Initiative
zunächst ohne Nennung von Unternehmen als Financiers und Unterstützern an die
Öffentlichkeit trat. Die Dr. Kurt Wolff GmbH & Co. KG sowie deren Forschungsleiter sind
erst
nachträglich im Impressum und Beirat ergänzt worden. Dass die
Unternehmensverbindung beim ersten Auftritt fehlte, bewertet der Rat als unzureichend
im Hinblick auf eine proaktive Absenderdarstellung. In der Begründung des Rates heißt
es dazu: „Die Absendertransparenz ist ein zentrales Element jeder PR-Arbeit und
Voraussetzung für eine glaubwürdige Diskussion und eine eigenständige Einordnung
durch Rezipierende.“ Ohne diese Klarheit rücke der Inhalt in den Hintergrund und mache
der Frage Platz, wem die Kommunikation letztlich nütze.
Das Argument der Agenturleitung, den Auftritt fortlaufend zu „präzisieren“, weist der Rat
zurück. Ein professioneller Auftritt erfordert die Offenlegung der Hintergründe von
Anfang an, statt Informationen erst nachträglich zu ergänzen.
Da die Initiative inzwischen eine Korrektur vorgenommen hat, verzichtet der Rat auf eine
Rüge und belässt es bei einer Mahnung. Gleichzeitig weist das Gremium darauf hin, dass
das Ausstellen konkreter Produkte bei Veranstaltungen der Initiative dem selbst
postulierten Verzicht auf Produktwerbung widerspricht.

Die vollständige Pressemitteilung zum Download finden Sie hier.

Den Ratsbeschluss finden Sie hier.